Für nachgeschaltete Anwender sind die folgenden Schritte notwendig:

Über REACH informieren

Wichtig im Unternehmen ist die Informationsbeschaffung über REACH und die Weiterleitung der Information an die richtige Stelle. Es müssen für die REACH-Implementierung Verantwortliche im Unternehmen benannt werden. Wegen der "Umkehr der Beweislast" ist REACH Chefsache! Strategische Entscheidungen trifft die Führungsetage.

Leitfäden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finden Sie hier:
"REACH in der Praxis"
"REACH für nachgeschaltete Anwender: Basisinformationen - Pflichten - Vorbereitung"
"Guidance for Downstream Users" 

Erstellung eines Stoffinventars

Die Erstellung eines Stoffinventars ist keine aus der REACH-Verordnung resultierende Pflicht. Der Stoffsicherheitsbericht ist ein generell empfohlenes Hilfsmittel, um den Überblick über die Stoffe und Zubereitungen in eigenem Unternehmen in Bezug auf REACH zu haben. Eine Ausgangsbasis hierfür kann das Gefahrstoffverzeichnis nach der Gefahrstoffverordnung darstellen, die Lieferantenverzeichnisse der Einkaufsabteilung oder andere Dokumente.

Es ist zu empfehlen, den Umfang der Stoffliste zu reduzieren. Kriterien sind dabei unter anderem, ob ein Stoff absolut notwendig für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Verwendung ist und wie kritisch es wäre, wenn ein Stoff ausfallen würde.

Diese kritischen Stoffe müssen vorregistriert und wenn nötig registriert werden.

Informationsaustausch in der Lieferkette

Bei REACH ist der Informationsaustausch in der Lieferkette von entscheidender Bedeutung. Der nachgeschaltete Anwender sollte seinen Lieferanten fragen, inwieweit der Stoff vorregistriert bzw. registriert wird. Er kann seine Verwendung und die entsprechenden Expositionen des Stoffes mitteilen, damit diese als identifizierte Verwendung anerkannt wird. Er kann darüber hinaus Informationen bereitstellen, die die Vorbereitung der Registrierung unterstützen. Er kann hierfür auch seine Kunden über ihre Verwendung des Stoffes befragen.