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Der Grund für die Reform des EU-Chemikalienrechts

Bislang gab es keine ausreichenden Daten zu den Eigenschaften der im Verkehr befindlichen Stoffe. Für die nach 1981 angemeldeten „Neustoffe“ sind Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt detailliert dargestellt, aber: Für „Altstoffe“ gibt es keine vergleichbaren Anforderungen. Hierbei handelt es sich um mehr als 30000 Stoffe, wobei nur die gezählt sind, bei denen mehr als 1 Tonne pro Jahr in Verkehr gebracht werden. Deshalb war eine sichere Verwendung entlang des gesamten Lebenszyklus der Stoffe nicht gewährleistet.

Nach altem Chemikalienrecht mussten nur Hersteller und Importeure der Stoffe Informationen zur Verfügung stellen. Allerdings war ohne Informationen seitens des Anwenders eine echte Risikobewertung des Stoffes kaum möglich.

Daraufhin mussten die Grundprinzipien des Chemikalienrechts umgestaltet werden: Seit REACH gilt die Orientierung am Vorsorgeprinzip sowie die Umkehr der Beweislast.